1960-2007
Bald wurden wir dem Kreise Erkelenz gruppenmäßig zugewiesen und nun wurde es ernst; denn die ersten Meisterschaftsspiele wurden wieder unter vernünftigen Bedingungen ausgetragen. Da es einen Laternenhalter in jeder Klasse geben musste, übernahmen wir dies ersten Jahre gerne. Die Zeit kam auch, dass einige Spiele gewonnen wurden. Es war ein ganz neues Gefühl und bald hatte man sich auch daran gewöhnt. Nach 12jährigem Verbleib in der 2. Kreisklasse schaffte Immerath den Aufstieg in die 1. Kreisklasse, der leider jedoch nach einem Jahr umsonst gewesen schien, der Abstieg war wieder gekommen. Dennoch wurde am 13. August 1961 das Fest des 50jährigen Bestehens gefeiert. Dieses Fest war wieder ein voller Erfolg in jeglicher Hinsicht. Leider haben uns die Nachkriegsjahre wenig brauchbaren Nachwuchs gebracht. So musste durch Jugendbetreuung etwas nachgeholfen werden. Dank der sehr guten Jugendpflege kamen auch Nachwuchskräfte und Talente zum Vorschein. Es ist der allzu guten Zeit zuzuschreiben, dass ein sportlicher Erfolg ausblieb. Gewiss, die A-Jugendmannschaft spielte um die Kreismeisterschaft und schaffte auch das Ziel, ansonsten gingen die älteren Jahrgänge dem nach, was in den Kriegsjahren vermisst wurde, der persönlichen Freiheit nach Lust und Liebe.
An den Vorständen hat es nie gelegen. Wir mussten in den Spieljahren 1965 bis einschließlich 1967 infolge Sportplatzbaues drei volle Jahre auf auswärtigen Plätzen spielen. In den Jahren haben Vorstand und Spieler, aber auch alle Mitglieder Opfer und Mühen nicht gescheut. Im Sommer 1967 wurde der Immerather Sportplatz eingeweiht. Das Einweihungsfest mit allen dazugehörenden Veranstaltungen war eine Werbung für unseren Fußballsport. Sportliche wie finanzielle Erfolge wurden uns zuteil. Auch in unserer Chronik soll festgehalten bleiben, daß es die umliegenden Ortschaften waren, die uns ein Weiterbestehen in diesen Jahren ohne Sportplatz ermöglichten. Es waren Keyenberg, Holzweiler, Borschemich, Otzenrath, Kuckum, Venrath sowie Jackerath. Auf diesen Plätzen haben wir mit 4 Mannschaften abwechselnd gespielt. Derjenige, der mit dem Vereinsleben eines Fußballklubs vertraut ist, weiß, welche Taten und Opfer hier erforderlich waren.
Ende der Saison 1969 war es endlich wieder soweit, der Aufstieg in der 2. Kreisklasse war geschafft. Dies wurde gebührend, in dem ebenfalls neu geschaffenen Sportlerheim am Immerather Sportplatz gefeiert. Leider folgte der Abstieg nach nur zwei Spielzeiten. Die anschließenden 70 er Jahre waren die erfolgreichsten des SVI. Es gab ein Auf und AB in den Kreisklassen. Der Wiederaufstieg 1973 als Kreismeister der 3.Kreisklasse folgte nach zwei Jahren der Abstieg. Der sofortige Aufstieg folgte 1976. Der anschließende Durchmarsch in dieser Liga war in der Saison 1976/77 der Höhepunkt. Als neuer Kreismeister der 2.Kreisklasse stieg man auf. In der 1.Kreisklasse konnte sich der SV Immerath zwei Jahre behaupten.
Die 80 er Jahre begannen viel versprechend, denn 1981 gewann man zum ersten Mal und bisher auch einmalig den Nierspokal. Leider war dies der einzige sportliche Knalleffekt. Der Abstieg in der untersterten Kreisliga folgte 1986.
Anfang der 90 er Jahren kam nochmals Hoffnung auf , auf Basis einer sehr guten Jugendarbeit im SV Immerath unter dem Vorsitzenden Theo Schurf, als die 1. Mannschaft in der Saison 1993/1994 den Aufstieg als Kreismeister in der Kreisliga B schaffte. Wieder konnte man zwei Spielzeiten in der höheren Kreisklasse mitspielen, eher man 1996 abstieg. Seit dieser Zeit spielt der SV Immerath in der untersten Kreisklasse.
Leider kamen neben dem Demografischer Wandel der Zeit, auch die anstehende Umsiedlung, aufgrund des Braunkohletagebaus, als fast unüberwindbare Hürden auf den kleinen Sportverein zu. Nachdem es im Vorstand ein kompletten Wechsel der Verantwortlichen zum Ende des letzten Jahrtausend gab, schlief fast die gesamten sportlichen und gesellschaftlichen Tätigkeiten des Vereins aufgrund von fehlenden “Machern” in den folgenden Jahren ein. Der Sportverein stand kurz vor seiner Auflösung mit seinen nur noch 52 aktiven Mitglieder.